Wenn nicht anders vermerkt, beziehen sich alle Informationen zu qed auf die
Version 4.53 von Christian Felsch.
Die neue Version 5 ist bei mir erst seit kurzer Zeit im Einsatz.
qed ist ein Texteditor. Davon gibt es für jedes System etliche -- und qed ist mit
Sicherheit nicht der umfangreichste/professionellste, dem man je begegnet ist.
Meine HTML- und PHP-Dateien schreibe ich meistens unter MacOS mit Pepper; einem
Editor, der in nahezu jeder denkbaren Hinsicht leistungsfähiger ist als qed. Dennoch
greife ich immer wieder auf qed zurück. Warum eigentlich?
Sicherlich hat auch die Macht der Gewohnheit damit zu tun, aber das ist nicht der
einzige Grund. Weitere Gründe sind u.a. die Kürzel und die
Umlautkonvertierung.
Die qed-Kürzel
Die Kürzel von qed sind so genial-einfach, dass auch später erschienene
Atari-Texteditoren nicht mehr hinter sie zurück können, soll heißen: Sie
können die qed-Kürzeldateien lesen und verarbeiten.
Eine qed-Kürzeldateien ist eine einfache ASCII-Datei, die aus etlichen
Zuweisungen besteht, die z.B. so aussehen:
& =&
" ="
Was bedeutet das?
Ganz einfach: Wenn ich ein [&] und direkt danach
[esc] eintippe, expandiert qed dieses Kürzel zu
&, dem entsprechenden HTML-Entity für das
»kaufmännische und«.
Entsprechend wird ["], gefolgt von [esc], zur
gewünschten HTML-Umschreibung ".
Das gleiche Beispiel, ein wenig geändert:
& *=&
" *="
Das hinzugefügte Sternchen * bewirkt die Auto-Expansion:
Nach [&] respektive ["] muss ich nicht einmal
mehr [esc] tippen, um die gewünschte Umwandlung zu erhalten: Ich tippe das
Zeichen ein, und -- schwupps! -- wandelt qed es um.
Das Schöne daran ist, dass ich selbst per Änderung einer einfachen
ASCII-Datei festlegen kann, welche Kürzel was bewirken.
Aber es kommt noch besser: Ich kann nicht nur eine Kürzeldatei anlegen,
sondern beliebig viele -- eine für HTML-Dateien, eine für normale ASCII-Dateien,
eine für PHP-Dateien usw.
Welche Kürzeldatei gerade aktiv ist, lege ich entweder per Voreinstellung fest
(»für Dateien mit der Endung .htm oder .html sollst du die
HTML-Kürzeldatei benutzen«) oder ich schalte sie zur Laufzeit des Programms um.
Wie gesagt: Einfach, aber genial.
Oder besser: Genial einfach.
Die qed-Umlautkonvertierung
Die deutschen Umlaute (üöäÜÖÄ) und das
scharfe S (ß) sind in der von amerikanischen Vorstellungen geprägten
Computerwelt ein ständiges Ärgernis: Statt »Bärenfuß« muss
man plötzlich »Baerenfuss«, »B"arenfu"s« oder
»Bärenfuß« notieren.
qed bietet hier einfach Abhilfe, indem man schon beim Tippen auf die o.g.
Kürzeldateien zugreift oder einen fertigen Text per Umlautkonvertierung umwandelt.
Die neue qed-Version 5.x bietet zudem Syntax-Coloring für diverse Sprachen,
welches man abermals per ASCII-Datei an eigene Wünsche/Bedürfnisse anpassen
kann. Und das habe ich gemacht: Ich brauchte nur eine vernünftige Liste der HTML- und
PHP-Keywords (findet man im sog. Internet), und mit ein wenig Nachbearbeitung hatte ich
auch für qed ein entsprehendes Coloring. (Die gleiche Arbeit für die UDO-Syntax
hatte mir zum Glück schon Thomas Kerkloh abgenommen.)
Und plötzlich bearbeite ich auch HTML/PHP-Dateien wieder mit einem
Atari-Programm; zumindest ab & zu mal, z.B. wenn ich bei meiner Freundin an einem
alten Mac mit MacOS 8.6 sitze, auf dem Pepper nicht läuft: Da ist qed IMO besser als
mögliche Mac-Alternativen.
Übrigens: qed hat noch mehr Vorzüge, aber für's erste ist dieses
Kapitel lang genug. Wer einen Atari-kompatiblen Rechner hat und qed noch nicht kennt, kann
sich das Programm auf folgenden Seiten herunterladen:
www.tu-harburg.de/ alumnifc/ -- Homepage von Christian Felsch mit der
qed-Version 4.53
heinisoft.atari-users.net/ -- HeiNiSoft Homepage mit der qed-Version
5.x
qed-Credits:
Ursprünglich entwickelt und bis v3.09 gepflegt Tom Quellenberg.
Bis v4.53 weiterentwickelt von Christian Felsch.
Weiterentwicklung seit v5.x: Heiko Achilles.
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