Der größte Teil dieses Kapitels ist vor längerer Zeit geschrieben,
mittlerweile hat sich einiges geändert.
Trotzdem zunächst einmal der alte Text.
Da sitze ich nun vor meinem Mac, der nach Computerverhältnissen uralt (fast
4 Jahre) ist und ärgere mich immer wieder über seine Unzulänglichkeiten.
Demnächst ist wohl ein neuer Mac fällig -- aber ich hätte mir schon
längst einen geholt, wenn in Apples Produktpalette der richtige Computer für
mich zu finden wäre.
Ist er aber nicht.
Der iMac ist ein vergleichsweise günstiger Computer, den sogar ich mir leisten
könnte -- aber eigentlich will ich einen richtigen Computer, dem man auch
ansieht, dass er ein Computer ist, keinen »Hach, der passt aber
designmäßig gut in unsere Wohnung«-Frauencomputer.
Vor allem aber ist man beim iMac auf Gedeih und Verderb einem 15"-Monitor
ausgeliefert (und jetzt kommt mir nicht mit dem VGA-Anschluß der neueren iMacs --
wozu soll das mirroring gut sein?).
Seit etlichen Jahren habe ich einen 15-Zoller, und eigentlich habe ich davon
geträumt, mir als nächstes einen stattlichen 19"-Monitor auf den
Schreibtisch zu wuchten. Das kannste mit dem iMac aber getrost vergessen.
Der Cube ist vom Design her ein phantastisches Ding -- nicht so albern wie der iMac,
sondern einfach nur cool --, aber wer soll ihn bezahlen?
Die Rechner der PowerMac G4-Serie -- ja, das wäre was für mich. Aber die
sind wiederum zu teuer. Vor allem wird der Preis des billigsten G4 (genau wie beim iMac
und Cube) dadurch relativiert, dass man die Investition für mehr RAM direkt dazu
rechnen kann. Die serienmäßige Ausstattung von 64 MByte ist eigentlich eine
Unverschämtheit. Eine Unverfrorenheit!
Fast schon lustig ist ja, dass sich der Cube längst nicht so gut wie erwartet
verkauft. Kein Wunder, lange Zeit bekam man ja auch einen besseren Mac, die billiger war;
oder alternativ einen viel besseren Mac, der nicht viel teurer war. Haben Apple etwa
erwartet, derartige Details würden den Kunden entgehen?
In fast allen Mac-Zeitschriften wurde schon der (leider nonexistente) Mac
angesprochen, den ich mir auch sofort kaufen würde: Der »iCube« -- das
Design des Cube mit den Innereien eines iMacs (genauer gesagt: nach meiner
Idealvorstellung die Innereien des iMac DV+); natürlich zu einem entsprechend
günstigen Preis.
Da hätte man dann eine für die meisten Zwecke ausreichende Leistung, ein
traumhaftes Design, die freie Wahl des Monitors, einen guten Preis.
Leider haben es Apple bis heute hartnäckig unterlassen, mich nach meiner Meinung
zu fragen...
Immerhin: Mittlerweile ist der Cube deutlich billiger geworden -- aber er ist immer
noch kein Rechner, den man mal eben so kauft; vor allem nicht der Durchschnitts-User, den
der 2000-DM-PC aus der Madia-Markt-Anzeige, der mit CPU-Leistung und RAM nur so um sich
wirft, freundlich angrinst.
Ende des alten Textes.
Nun ein paar aktuellere Anmerkungen.
Tja, den Cube hat's ja erwischt -- nachdem wohl zu viele Leute das gleiche über
den Rechner gesagt haben wie ich, haben ihn Apple wieder vom Markt genommen.
Dafür gibt es jetzt einen neuen iMac, dessen Design ebenso innovativ ist wie das
des ersten iMacs vor einigen Jahren. Rein optisch mag man sich ja darüber streiten,
ob es schön ist, wenn ein Computer ein bisschen wie eine Schreibtischlampe aussieht,
aber immerhin ist es erstaunlich, was für ein fetter Rechner im
»Monitorfuß« steckt.
Tja, aber der neue iMac fängt auch erst wieder bei etwa € 1.800 an.
Vielleicht rechtfertigen das seine Zutaten, aber er ist damit preislich auch nicht
unbedingt einsteigerfreundlich. Ganz zu schweigen davon, dass man auch bei diesem Rechner
wieder auf eine 1024x768-Auflösung festgenagelt ist.
Nun ja, ich habe ja nun einen neuen Mac, und sogar einen G4.
Aber den habe ich nicht neu gekauft, sondern gebraucht.
Vielleicht schaffen es Apple ja doch irgendwann nochmal, einen Rechner anzubieten, den
auch ich mir kaufen kann. Aber irgendwie habe ich da wenig Hoffnung.
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Der Apple Cube:
Hübsches Design, aber leider
war er zu teuer.
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