An dieser Stelle war mal ein Kapitel über die Comedy-Welle im deutschen
Fernsehen.
Jetzt ist es nicht mehr hier.
Und warum nicht?
Es hat keinen Sinn.
Es hat einfach keinen Sinn.
Der eine Teil des neudeutschen Humors hat sich selbst zerstört oder ist dabei,
und den anderen Teil verstehe ich nicht; und der dritte Teil ist weg.
Manche Sendungen, wie die »Wochenshow« oder »Switch«, sind nach
grandiosen Anfängen total versackt. Kalkhofe ist derzeit vom Bildschirm verschwunden,
genauso wie »Samstag Nacht«, wobei bei letzterem die Notbremse gezogen wurde,
kurz bevor sie total vergesackt ist.
Ingo Appelt hat sich selbst verheizt, und Kaya Yanar bastelt kräftig daran, es
ihm nachzutun.
Was ist geblieben?
Stefan Raab scheint für genug Zuschauer witzig genug zu sein, um mehrmals
wöchentlich seine verklemmte Komik präsentieren und dabei immer wieder aufs Neue
beweisen zu dürfen, dass er, was Late-Night-Comedy angeht, einfach nicht die
Schuhgröße eines Harald Schmidt hat.
Und Bully?
Bully macht einen Film, die Leute rennen die Kinos ein und andere Leute werfen ihm die
Preise an den Kopf, als ob er »Jehova« gesagt hätte. Und ich habe bisher
immer noch nicht über einen einzigen Sketch von Bully lachen können.
Die Comedy-Landschaft im deutschen Fernsehen ist m.E. also wieder auf das Niveau
abgesunken, das sie schon in der schlechten alten Zeit erreicht hatte; damals
personifiziert von Harald Juhnke, wahlweise im Duett mit Grit Böttcher oder Eddi
Arent.
Fazit: Humor in deutschen Fernsehen und ich sind zwei Sachen, die einfach nicht
zusammenpassen.
Und insofern sehe ich momentan keinen Sinn darin, mich ausführlicher darüber
auszulassen.
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