... und andere Aspekte der grafischen Gestaltung
»Ei was, du Dummkopf«, sagte der Typograf,
»Zieh lieber mit uns, etwas besseres
als die Times New Roman findest Du überall.«
Die Beschäftigung mit der Typografie (Wieso nicht »Typographie«?) ist eins meiner Hobbies, darum
möchte ich natürlich auch auf dieser meiner Website einiges zu diesem Thema
loswerden. Eigentlich wollte ich sogar noch viel mehr loswerden, und das hatte ich sogar
schon alles aufgeschrieben. Letztendlich habe ich mich aber dafür entschieden,
erstmal eine kürzere Fassung des Typografie-Kapitels zu präsentieren. Vielleicht
gibt es eines Tages mehr davon...
Echte, professionelle Typografen -- sozusagen die Wahren Gelehrten der Typografie --
werden an meinen Aussagen sicherlich einiges zu meckern haben: Zu oberflächlich, zu
amateurhaft gedacht und teilweise einfach falsch. Aber die Wahren Gelehrten der Typografie
haben sowieso immer etwas zu meckern, weil sie meinen, dass sie die Weisheit
für sich gepachtet haben. Das ist nicht weiter schlimm, denn ich denke das
selbstverständlich auch.
Wenn ich über Typografie rede, dann komme ich nicht umhin, ein paar
Fachwörter zu benutzen. Wer mit Begriffen wie Hints, Mediävalziffern, Ligatur,
(Einzel-) Schnitt usw. nicht anfangen kann, sollte zunächst einmal einen Blick in Tobias' kleines Typografielexikon werfen.
Für alle, die sich mit diesen Begriffen auskennen, stelle ich noch eben die
Verwendung des Wortes »Font« klar (da dieser Begriff auch in der Fachliteratur
nicht einheitlich gebraucht wird):
Mit »Font« meine ich innerhalb von TJ/home eine
Schriftfamilie. Wenn ich also vom »Font Baskerville« spreche, meine ich
damit die Einheit aus Baskerville Roman, Bold, Italic usw. Wenn ich mich speziell auf
eine Variante beziehe (also z.B. nur »Baskerville Roman«), dann schreibe
ich (Einzel-/Schrift-) Schnitt.
Alles klar?
Eine Anmerkung noch vorweg:
Wieso schreibe ich »Typografie« und nicht »Typographie«? -- Auch
ich finde »-phie« schöner. Besonders »Typograf« sieht doof aus.
Was soll das sein? Der Graf von Typo?
Es gibt einige Gründe, warum ich trotzdem »-fie« schreibe:
- So langsam versuche ich mich auf die neue Rechtschreibung einzustellen --
»-fie« ist zwar kein Muss, aber trotzdem...
- Im Drucksatz (nicht auf so blöden Websites wie hier) kann man bei
»-fie« eine Ligatur benutzen, und Ligaturen liebe ich noch mehr als das ph.
- Jedesmal, wenn ich das Wort schreibe, kann ich einen Buchstaben weniger tippen. Das
spart Zeit, Arbeit und beugt der Abnutzung der Tastatur vor.
- Der wichtigste Grund: Die anderen Navigationsbuttons waren schon längst fertig,
als ich dieses Kapitel auch noch eingefügt habe und deshalb einen entsprechenden
Button basteln musste. »Typografie« hat noch so gerade in die mittlerweile
vorgegebene Buttonbreite gepasst, »Typographie« hingegen war eindeutig ein zu
langes Wort. Was hätte ich tun sollen? Alle anderen Buttons breiter machen? Den einen
Buttons breiter als alle anderen machen? In dem einen Button eine geringere
Schriftgröße nehmen?
Nö, das war mir entschieden zu viel Stress bzw. hätte beschissen ausgesehen.
Da schreibe ich doch lieber »-fie«!
Jetzt fangen wir aber endlich an, und zwar mit einer kleinen Abhandlung über
Typochonder ...
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